PRÄVENTION & VORSORGE

Die Prävention liegt uns besonders am Herzen. Nach dem Motto «Vorsorgen, statt Sorgen danach» unterstützen wir Sie bei der Umsetzung eines gesunden Lebensstils, bieten Massnahmen zur Erhaltung und Stärkung Ihrer Gesundheit und führen Vorsorgeuntersuchungen durch.

Bitte erwähnen Sie bereits bei der Anmeldung, dass Sie für eine Check-up-Untersuchung vorbei kommen möchten, so können wir die Abläufe optimal planen.
Hilfreich ist für uns zudem, wenn Sie den Fragebogen des Kollegiums für Hausarztmedizin zu Ihrem Gesundheitsverhalten ausgefüllt mitbringen – so kommen wir gemeinsam schneller zum Ziel. Bei Bedarf können wir Ihnen auch eine ausgedruckte Version zur Verfügung stellen – fragen Sie am Empfang danach.
Interessante Informationen zu allgemeinen Gesundheitsthemen finden sie auf der Seite des Kollegium für Hausarztmedizin.

ERNÄHRUNG

Schon früh erkannte die Medizin, dass eine gesunde Ernährung auch eine gute Gesundheit erhält. Heute gibt es viele Theorien was gesund ist oder eben nicht. Informationen sind ebenso wie das Nahrungsangebot im Überfluss vorhanden, jedoch sehr undurchsichtig geworden und nicht immer von guter Qualität.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, was es ihm oft nicht einfach macht, sich von seinen Ernährungsgewohnheiten zu trennen. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Hier einige Grundsätze:

  • Ernährungsumstellung anstreben, keine befristeten Diäten
  • Fertigprodukte und Frittiertes meiden
  • Salz, Zucker, künstliche Süssstoffe und Glutamat meiden
  • keine Süssgetränke
  • keine Zwischenmahlzeiten – die Bauchspeicheldrüse braucht auch mal Pause
  • Alkohol und rotes Fleisch nur gelegentlich, verarbeitetes Fleisch/Wurstwaren meiden
  • Kochen Sie mit frischen, naturbelassenen Produkten und verwenden Sie eine farbenfrohe Nahrungspalette
  • gesunde Fette täglich

Ernährungsfragen sollten individuell auf Ihre Lebens- und Gesundheitssituation abgestützt sein. Daher können diese allgemeinen Empfehlungen im Einzelfall auch negative Auswirkungen haben oder unwirksam sein – fragen Sie uns oder Ihre/n Ernährungsberater/in.

BEWEGUNG / FITNESS

Ernährungsumstellung und Bewegung gehen Hand in Hand. Nur eines von beidem ist langfristig nicht zielführend. Beginnen Sie immer mit der Ernährung.
Wichtig sind mehrere gezielte Bewegungseinheiten von 20-30 Minuten pro Woche. Empfohlen werden 2.5 Stunden bei mittlerer Intensität oder 1 1/4 Stunden bei hoher Intensität. Wie bei der Ernährung ist auch hier ein ausgewogenes Training wichtig, da ein ausgeglichener Muskelaufbau dem Körper mehr Vorteile bietet und ihn auch besser stabilisiert. Auch die Psyche profitiert von regelmässiger körperlicher Aktivität. Nüchterntraining erhöht zudem die Fettverbrennung.
Weitere Infos finden Sie beim Bundesamt für Sport – Bewegungsempfehlungen

CHRONISCHE ERKRANKUNGEN / SEKUNDÄRPRÄVENTION

Chronische Erkrankungen sind sehr häufig. Gemeinsam mit unserer speziell dafür ausgebildeten Mitarbeiterin, Frau Prof. Dr. A. Koppitz, führen wir Abklärungen und Beratungen sowohl intern wie auch bei ihnen zuhause durch. Ziel ist es hierbei, Folgeschäden und das Fortschreiten der Grunderkrankung zu verhindern bzw. zu minimieren (Sekundärprävention). Hierfür nutzen wir intern standardisierte Protokolle.

KÖRPERHALTUNG / SCHUHEINLAGEN

Störungen des Bewegungsapparates sind sehr häufig und verursachen oft Schmerzen und/oder Bewegungeinschränkungen an verschiedenen Körperstellen. Nicht selten liegen eine Beinlängendifferenz, ein Beckenschiefstand oder X- bzw. O-Beine als Ursache vor. Entgegen einer weit-verbreiteten Meinung, können Schuheinlagen auch nach Wachstumstopp sehr effektiv sein. Gerne helfen wir Ihnen, die hierfür optimale und individuelle Therapie zu finden und unterstützen Sie mit dem Angebot der Schmerztherapie.

RAUCHSTOPP

Gerne unterstützen wir Sie beim Rauchstopp. Er ist einer der ersten und wichtigsten Schritte zu einer besseren Gesundheit. Rauchen setzt viele gesundheitsschädigende Kaskaden in Gang. Im Gespräch mit Ihnen finden wir Strategien zum Rauchstopp. Entscheidend dabei ist immer ein klarer Wille, mit dem Rauchen aufzuhören. Vielleicht ist heute nicht der richtige Zeitpunkt, aber ein andermal.
Unterstützend können Medikamente oder Akupunktur eingesetzt werden. Regelmässige ärztliche Kontrollen erhöhen den Erfolg deutlich. Für gewisse Menschen können auch «alternative Behandlungsansätze» wie Hypnose eine gute Option sein. Wir beraten Sie gerne.
Weitere Infos finden Sie auf Stop-Tabak.ch sowie auf der Website der Lungenliga

STRESSREDUKTION

Ein gewisser Stresspegel ist gesundheitsfördernd, z.B. beim regelmässigen Sporttraining. Wir sind heute aber vielen Stressoren ausgesetzt (chemisch, physikalisch, biologisch und psycho-sozial). Das Ziel ist nicht, all diese Einflüsse komplett auszuschalten, sondern diese soweit zu reduzieren, dass der Körper wieder besser im Gleichgewicht ist. Wichtig ist auch die «innere Haltung» – wie gehe ich mit Stress um? Entspannungstechniken (Yoga, Mediation, Tai Chi/Qi Gong, Alexandertechnik, Shinrin Yoku/«Waldbaden» etc.) sind sinnvolle Unterstützungsmassnahmen.
Zur Reduktion von psycho-sozialen Stressoren bietet sich ein Coaching/Hypnose sehr gut an. Gerne vermitteln wir Sie weiter.

SHINRIN-YOKU / «WALDBADEN»

Waldbaden ist in Japan seit Jahren Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Es vereint einige der oben genannten Präventionshandlungsfelder, insbesondere Bewegung und Stressabbau. Unter Waldbaden ist der bewusste Aufenthalt und das bewusste Spüren und Geniessen des Waldes mit allen fünf menschlichen Sinnen gemeint.
Sie können das Shinrin-yoku ganz einfach selber ausprobieren. Machen Sie die unter dem Thema «Stressreduktion» aufgeführten Entspannungsübungen beispielsweise einfach im Wald. Verbringen Sie 1-2 Stunden im Wald. Berühren oder umarmen Sie einen Baum oder gehen Sie einen Wegteil barfuss, Atmen Sie den frischen Duft des Waldes ein, erfreuen Sie sich am Geschmack von frischen Waldkräutern oder Waldbeeren oder bringen Sie ihr eigenes Picknick mit, lauschen Sie dem Summen der Insekten oder dem Rauschen der Bäume, betrachten Sie die verschiedenen Formen und Farben der Waldpflanzen.
Gehen Sie bewusst und langsam durch den Wald, am besten einen Teil barfuss. Das Waldbaden ist mittlerweile wissenschaftlich gut untersucht und es konnten folgende Effekte nachgewiesen werden:
– Senkung von Blutdruck und Herzfrequenz
– Stärkung des Immunsystems
– Verbesserung von Angst, Depression und Ärger
– Stressreduktion
– Verbesserung der Schlafqualität und -länge

weitere Informationen sowie Literaturangaben zum Thema «Natur und Gesundheit» finden sie auf der Website der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU).

ZAHNGESUNDHEIT

Längst ist heute bekannt, dass chronische Zahnfleischentzündungen ein Risikofaktor für Herzinfarkt bzw. Herzkreislauferkrankungen sind.
Eine gesunde Lebensweise (Ernährung, Bewegung, Rauchstopp, Stressreduktion), kann hier schon einen grossen Beitrag leisten.
Achten Sie auf Fluor- und Triclosan-freie (Antibiotikum) Zahnpasten, reinigen Sie täglich die Zahnzwischenräume mit Bürsten (nicht Zahnseide) und vermeiden Sie nach Möglichkeit Metalle im Mund – sprechen Sie mit uns.